DAZ – Sprachförderkonzept

 

Es geht um die Kinder ! (Erich Kästner)

 

Das DAZ – Sprachförderkonzept

ist fester Bestandteil des Schulkonzeptes

auf der Grundlage der Verordnung zum Schulbesuch von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache vom 5. August 2008.

 

 

Ziele des DAZ - Sprachförderkonzeptes

Alle Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule sollen aktiv am Unterricht teilnehmen können.
Deshalb müssen alle Schülerinnen und Schüler befähigt werden, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen.
Es ist unser Ziel eine Lernumgebung zu schaffen, die für das Lernen aller Kinder förderlich ist, so soll jedes Kind gleiche Bildungschancen erhalten. Offene Unterrichtsformen, die Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen, das Aufgreifen der Lebenswirklichkeit der Kinder, sowie das Raum Geben um handelnde Erfahrungen zu sammeln, müssen gegeben sein.

Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernerfahrungen, die unsere Schülerinnen und Schüler mitbringen, müssen bei der Unterrichtsplanung und der Durchführung Berücksichtigung finden.

 

Förderung geschieht in den übergeordneten Bereichen:

  1. unterrichtsimmanent / Rhythmisierung des Schulvormittags/ mehr Zeit für Kinder
  2. soziales Lernen
  3. Binnendifferenzierung
  4. besondere Förderung

Grundlage jeder Form der Förderung ist eine Diagnose des Lernstandes und das Erkennen der Lernvoraussetzungen.

 

Ausgangslage

Die Erich Kästner-Schule (EKS) ist die einzige öffentliche Grundschule (Flexible Schuleingangsphase und Klassen 3 und 4) im Stadtteil Darmstadt-Kranichstein.
Die Schule wird von rd. 500 Kindern besucht, die aus ca 40 unterschiedlichen Nationen stammen.

Kranichstein gilt als sozialer Brennpunkt und ist geprägt von sozialen, gesellschaftlichen, sprachlichen, kulturellen sowie religiösen Gegensätzen.
Der Einzugsbereich der Schule ist identisch mit dem Stadtteil Kranichstein. Kranichstein hat ca. 12000 Einwohner. Der Stadtteil besteht aus einem 100 Jahre alten Ortsteil (Alt-Kranichstein) und dem ab 1968 aufgebauten Neu-Kranichstein.
Die verschiedenen Bauphasen führten und führen noch zu einer  demographischen Mischung der sozialen Schichten. Dies spiegelt sich auch in der Schülerschaft wider.
Viele kinderreiche Familien leben in Kranichstein. Der Anteil der Kinder im Stadtteil ist sehr hoch, jedes zwölfte Darmstädter Kind lebt in Kranichstein.
In der jungen Bevölkerungsschicht finden sich überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Erfolgeiche Schulbildung (alle Kinder sollen zu einem Abschluss entsprechend ihrer Eignung geführt werden) stellt einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration dieser Schülerinnen und Schüler dar.
Die Familiensprache ist in 80% der Familien nicht Deutsch (Abfrage letzte Schulanmeldung).
Alle diese Kinder wachsen zwei- oder sogar dreisprachig auf.

Die zu fördernden Schülerinnen und Schüler können sich verständigen. Sie verfügen aber nicht über die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und besonders in Schrift, um erfolgreich im Unterricht mitarbeiten zu können.

 

Evaluation der Sprachförderung

Der vor fünf Jahren geschaffene Fachbereich „Förderung“ stellt jährlich im Rahmen einer Pädagogischen Konferenz das aktuelle Förderangebot vor.
Das angesetzte Ziel „Alle Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule sollen von Beginn an aktiv am Unterricht teilnehmen können“ wird dahingehend reflektiert.
Hat unser System funktioniert, haben wir unser Ziel erreicht? Sind wir unserem Ziel näher gekommen? Oder haben wir unser Ziel nicht erreicht?
Daraus resultiert der verbindliche Beschluss, den begonnenen Weg beizubehalten, ihn zu stärken oder neue Wege zu wählen.
Die Verantwortung für Fortschreibung und Evaluation zum Sprachförderkonzept liegt beim Fachbereich „Förderung“ und der Schulleiterin.

 

Fachkompetenz

Im Kollegium herrscht ein großes Interesse am Thema „Sprache“. Regelmäßig werden Veranstaltungen zu diesem Thema besucht und deren Inhalte diskutiert.
Ein großer Teil des Kollegiums besuchte eine mehrtägige Fortbildung mit Zvi Penner.
Schulintern erfolgte anschließend in Kooperation mit der Sprachheilambulanz-Kollegin Frau Stange eine regelmäßige schulinterne Fortbildung mit einem Teil des Kollegiums.
Einige Kolleginnen besuchten das FB-Angebot: Deutsch für den Schulstart.
Auch im Rahmen von Pädagogischen Tagen gab es hier Angebote, die vom Kollegium immer sehr interessiert angenommen wurden.
Im Rahmen eines gemeinsamen Pädagogischen Tages zum  Bildungs- und Erziehungsplan wird es nun in Kooperation mit den Kranichsteiner Kindertagesstätten ein Angebot zum gemeinsamen Modulbesuch „Sprache und Literacy“ geben.

 

Vernetzung

Das Sprachförderkonzept ist Bestandteil des Schulkonzeptes. Es besteht eine enge Verzahnung zum Lesekonzept. Die Aufgabe der Steuerungsgruppe, diese Verzahnung nicht nur zu benennen, sondern sie auch umzusetzen, halten wir für sehr wichtig. So ist das Thema Sprachförderung auch immer Thema in den Sitzungen der Steuerungsgruppe.

Organisation

Die Stunden der Förderung „Deutsch als Zielsprache“ werden wie folgt verteilt:

Stunden

Insg.

Stunden

Förderkurs

Lern-

gruppen

Ort

Zeit

28

2 Std +

15 min

Unterrichts-

immanente

Förderung

Flex-

Klassen

EKS

Zusätzlich

zur Stunden

Tafel

17

1 Std. +

30 min

Unterrichts-

immanente

Förderung

JG 3 +

JG 4

EKS

Zusätzlich

zur Stunden

Tafel

6.Deutsch-

stunde

8

 

Unterrichts-

immanente

Förderung oder

Kleingruppenarbeit

JG 3 +

JG 4

EKS

vormittags

10

1Std.

DAZ Stunden für Kleingruppen / auch

Jahrgans-

übergreifend

Flex-

gruppen

JG 3 +

JG 4

EKS

12:15-13.00

Uhr

10

Ca 5 Std.

je Kita

VLK

Schul-

anfänger

Kita

vormittags

 

Die hier aufgeführten 73 Stunden ergeben sich aus dem Zuweisungsgebiet DAZ (61 Stunden), sozialpädagogischer Sprachförderung (10 Stunden) und der Unterstützung durch die Schulsozialarbeiterin (2 Stunden).

Die unterrichtsimmanente Förderung ist im Schulalltag in allen Lerngruppen fest verortet.
Durch eine intensive Teamarbeit besteht im offenen Unterricht stets die Möglichkeit Sprachförderung anzubieten.
Nach dem Unterrichtsprinzip „die Großen helfen den Kleinen“ findet natürlich auch unterrichtsimmanente Sprachförderung der Schülerinnen und Schüler durch Unterstützung von Mitschülern statt.
Die Materialausstattung in den Klassen wurde neben der Ausstattung eines „Sprachraumes“ sorgfältig und kontinuierlich fortgesetzt.

Die jahrgangsübergreifenden DAZ-Stunden ergeben sich aus einem erhöhten Bedarf durch Seiteneinsteiger. Hier findet gezielte Wortschatzerweiterung statt.

Der Vorlaufkurs findet in diesem Schuljahr wieder in den Kindertagesstätten statt.
Das bisherige Angebot, den Vorlaufkurs am Nachmittag in der Schule anzubieten, gestaltete sich schwierig: die Kinder erschienen nur unregelmäßig, der Kontakt zu den Eltern ließ sich nicht ausreichend und kontinuierlich genug gewährleisten..

Der Vorlaufkurs stellt aber eine der wichtigsten Fördermaßnahmen dar. Somit soll er auch sowohl vom Ort, als auch der Stundenzahl bessere Möglichkeiten erhalten.
Durch eine Verortung in den Kindertagesstätte zeigt sich eine regelmäßigere Teilnahme der Kinder. Ein kurzes Elterngespräch lässt sich beim Bringen der Kinder immer organisieren. So können kurze Rückmeldungen über die Lernentwicklung jederzeit an die Eltern weitergegeben werden.
Eine Aufstockung der Stunden scheint uns dringend erforderlich. Dreimal in der Woche sollten dann die Kinder vormittags 2 Stunden einen Vorlaufkurs besuchen.
Der Schwerpunkt liegt somit deutlich auf der frühen Sprachförderung.

Die Stunden für den Vorlaufkurs müssen zum nächsten Schuljahr dringend erhöht werden. Der Bedarf in allen fünf Kindertagesstätte erhöht sich kontinuierlich und muss zum nächsten Schuljahr mit einer Aufstockung auf 25 Stunden verbessert werden.

 

Kooperationen

Die Zusammenarbeit mit den Eltern hat einen großen Stellenwert in unserer Schulgemeinde.
Bereits vor der schulärztlichen Untersuchung der zukünftigen Schulanfänger wird von den Kolleginnen der Sprachheilschule eine Sprachbeobachtung durchgeführt.
Schon bei dieser ersten Sprachbetrachtung der zukünftigen Schülerinnen und Schülern bieten wir den Erziehungsberechtigten die Zusammenarbeit an. Die Eltern können an den Sprachbeobachtungen teilnehmen, sie werden eingehend beraten und informiert. Anschließend werden die bestmöglichen Fördermöglichkeiten dargelegt.

Die Leiterin des Vorlaufkurses informiert in der Kita gezielt über die Lernfortschritte der Kinder, die am Vorlaufkurs teilnehmen.
Nach der Einschulung erfolgen regelmäßige Elterngespräche, in denen als ein wichtiger Bestandteil die Sprachentwicklung des Kindes dargelegt wird. Muttersprachliche Kollegen/innen unterstützen die Klassenlehrerinnen im Gespräch (inhaltlich, aber natürlich auch als Übersetzer).

Einen wichtigen Austausch auf der kollegialen Ebene stellen die regelmäßigen Gespräche mit den Kolleginnen aus der Sprachheilambulanz dar. Erstmalig informieren hier die Kolleginnen über die Ergebnisse der Sprachstandserhebung schon vor der Einschulung.
Ebenso haben als Kooperationspartner die Kindertagesstätten einen ritualisierten Informationsaustausch mit den Kolleginnen der Schule.
Mit den weiterführenden Schulen bestehen ebenfalls Foren zum Informationsaustausch. In einer Arbeitsgruppe zum Übergang Jahrgang 4/ Jahrgang 5 werden jährlich Absprachen überprüft, erweitert oder verändert.

Eine besonders intensive Zusammenarbeit besteht mit der Integrierten Gesamtschule in Kranichstein.

Im Rahmen der Hausaufgabenhilfe besteht enger Kontakt zur Caritas, einige Beratungen durch Logopäden finden an runden Tischen in der Schule statt und Angebote zur Sprachförderung durch Stiftungen werden von der Schule unterstützt und Eltern darüber informiert.

 

Förderbedarf

Bereits bei der Schulanmeldung wird durch das Abfragen der Familiensprache ein erster Hinweis erkenntlich, ob ein deutsch-sprachlicher Förderbedarf vorliegen könnte.
In Kooperation mit der Kindertagesstätte ergänzt dann ein dort ausgefüllter Sprachbeobachtungsbogen den Blick auf die zukünftige Förderung.
Noch vor den Sommerferien erhalten die Eltern der zukünftigen Schulanfänger dann das Angebot der Beratung durch die Sprachheilambulanz. Kolleginnen der Sprachheilschule gehen in die Kindertagesstätten und führen (auf Wunsch im Beisein der Eltern) eine Sprachbeobachtung durch. Auswertung, Darlegung, Information und Vorschläge zur frühestmöglichen Förderung werden mit den Eltern und der aufnehmenden Schule kommuniziert.
Die Rücksprache nach der schulärztlichen Untersuchung bestätigt meist die vorgeschlagenen Förderansätze, schließt aber auch noch letzte Lücken, falls Eltern andere Angebote nicht wahrgenommen haben.
In den letzten Jahren erfolgte die Sprachstandserhebung durch die Kolleginnen der Sprachheilambulanz für alle einzuschulenden Kinder. Dies nahm in großem Umfang zeitliche Ressourcen in Anspruch. Nach einer Evaluierung liegt nun seitens der Sprachheilschule ein Angebot vor, nicht alle Kinder, sondern nur die sprachauffälligen Schulanfänger zu  beraten. Hierzu entwickelte die Herderschule ein Konzept (siehe Anlage). Dieses würden wir gerne unterstützen und beginnen nun in unserem Kooperationskreis Kindergarten-Grundschule das Konzept vorzustellen (01.03.2011 Koop-Kita).
Aufgrund der vorliegenden Berichte über den Sprachstand können die zukünftigen Schüler und Schülerinnen dann ein Angebot zur Förderung in einem Vorlaufkurs erhalten. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Wortschatzerweiterung, der Satzbildung und der Erweiterung des Frageverständnisses.
Nach der Einschulung unterstützt die vorliegende Diagnostik die Klassenlehrerinnen von Beginn an bei der Arbeit der Sprachförderung.
Ein vom Förderbereich entwickelter Beobachtungsbogen zum Schulanfang (siehe Anlage) bezieht den Bereich „Sprache“ ein weiteres Mal mit ein. Klassenlehrerin und Sozialpädagogin tragen hier ihre Beobachtungen ein.
Den Klassenlehrerinnen wird ein „Sprachordner“ zur Verfügung gestellt. Dieser beinhaltet eine Aufgabensammlung, die besondere Basisfähigkeiten des Sprach- und Schriftspracherwerbs berücksichtigt. Die Arbeit damit ermöglicht es der Klassenlehrerin, der DAZ-Lehrkraft u.a., eine individuell und prozessbegleitende Sprachförderung zu initiieren.
Die DAZ Förderung im Klassenverband liegt in der Verantwortung der Klassenlehrerin. Aus der Lernbeobachtung heraus erfasst die Lehrerin, ob noch binnendifferenzierte Maßnahmen erforderlich sind.
Klassenübergreifende oder jahrgangsübergreifende DAZ-Kurse werden inhaltlich nach Absprache zwischen der Klassenlehrerin und der DAZ-Lehrkraft auf der Grundlage des Förderplanes abgestimmt.
Vorgegebene Lernstandserhebungen (Lernstandserhebung Jahrgangsstufe 3, Lesetest Jahrgangsstufe 2) liefern weitere Möglichkeiten der Überprüfung, ob die angestrebten Zeile erreicht wurden.
Zusätzlich zu den zuvor genannten Möglichkeiten wird in der EKS regelmäßig mit Hilfe der Hamburger Schreibprobe die Entwicklung der rechtschreiblichen Entwicklung festgehalten. Die geschieht in allen Jahrgangsstufen. Lesestolpertests werden ebenfalls durchgeführt (vgl. Lesekonzept).

 

Förderinhalte

Das definierte Lernziel des Förderunterrichtes, „die erfolgreiche Teilnahme am Regelunterricht“, impliziert, dass sich der Förderunterricht mit seinen Inhalten eng am Regelunterricht orientieren muss.
So werden grundsätzlich vorrangig die Themen der jeweiligen Werkstattarbeit aufgegriffen (vgl. Schulkonzept). Auf diese Weise stellt der Förderunterricht eine Ergänzung zum Regelunterricht dar.
Die Themen erweitern sich fortlaufend und berücksichtigen den stets größer werdenden Aktionskreis der Kinder und ihre zunehmende Selbstständigkeit. Die damit einhergehenden sprachlichen Bedürfnisse sind Grundlage des Fördererfolges.

Förderschwerpunkte:

Vorlaufkurs:

  • Kommunikative Entwicklung
  • Ausspracheentwicklung
  • Grundlagen des Grundwortschatzes
  • Übungen zur phonologischen Bewusstheit
  • Sprachrhythmus
  • Interaktives Erzählen

Förderschwerpunkte:

Lerngruppen in der Flexiblen Schuleingangsphase:

  • Ausbau der kommunikativen Entwicklung
  • Sprachrhythmus
  • Ausbau des Grundwortschatzes
  • Interaktives Erzählen
  • Bildung vollständiger Sätze im mündlichen Bereich
  • Übungen zur phonologischen Bewusstheit
  • Buchstaben – Lautzuordnung
  • Lautgetreues Schreiben
  • sinnerfassenden Lesen auf der Wortebene (Wort-Bild-Zuordnungen)
  • sinnerfassenden Lesen auf der Satzebene
  • sinnerfassenden Lesen auf der Textebene
  • Sprachordnerarbeit

Förderschwerpunkte:

Jahrgangsstufe 3 und 4:

  • Begleitende Übungen zu den Unterrichtsinhalten in Deutsch
  • Erweiterung des Grundwortschatzes
  • Syntax Erweiterung
  • Lesestrategien

Fördermethoden

Binnendifferenzierung findet in jeder Unterrichtsstunde durch jede Lehrkraft statt. Die unterschiedlichen Lernstände und Lerntempi der Schülerinnen und Schüler werden hierbei wie folgend aufgeführt berücksichtigt:

  • Förderung in der Kleingruppe

Unterrichtsinhalte werden vertiefend mit der unterrichtenden Lehrerin oder der Sozialpädagogin bearbeitet, während die übrigen Schülerinnen und Schüler selbständig Aufgaben bearbeiten

  • Arbeitsmaterial

Es stehen motivierende und differenzierte Arbeitsmaterialien im Unterricht zur Verfügung. Ab dem ersten Lernjahr werden auf einander aufbauende oder wiederkehrende Hilfsmittel verwendet. Alle Lerngruppen erhalten eine gleiche Grundausstattung an Hilfsmitteln zur visuellen Unterstützung (Buchstabentabelle, Eins-Plus-Eins-Tafel, Einmaleins-Tafel, Wörterbuch) sowie mit Hilfsmitteln, die Handlungserfahrungen ermöglichen (Wortschatzkiste, Lesekiste).

  • Werkstattunterricht / Arbeitspläne / Stationsarbeit

Die Schülerinnen und Schüler können den Lernvoraussetzungen und dem Lerntempo angepasste fachbezogenen und/oder fachübergreifende Arbeitsmaterialien wählen. Somit erhalten sie die Möglichkeit, ihren Lernprozesse selbständig zu organisieren.

  • Partner-  und Gruppenarbeit

Aufgabenstellungen und Lerninhalte können von den Schülerinnen und Schülern in Partner- oder Gruppenarbeit bearbeitet werden. So kann miteinander und voneinander gelernt werden. Es können leistungsheterogene Gruppen /Partner oder auch leistungsähnliche Gruppen / Partner zusammenarbeiten.

  • Helfersystem

Im Rahmen des Helfersystems findet in allen Lerngruppen eine gegenseitige Unterstützung der Schülerinnen und Schüler untereinander statt. Schon in den jahrgangsgemischten Lerngruppen der Flexiblen Schuleingangsphase werden bereits erworbene Kompetenzen weitergegeben. Das eingeführte „Chefsystem“ weißt Experten aus, die für die Hilfestellung zu bestimmten Themen / Materialien befragt werden können.

  • Besondere DAZ - Förderung

In Kleingruppen findet ein gezielter Deutschunterricht für Kinder statt, die über noch nicht ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Mangelnde Kompetenzen werden im Klassenunterricht festgestellt und dann in individuell angepasster zusätzliche Lernzeit erarbeitet.

Sprachheilpädagogische Förderung wird sowohl in den Lerngruppen, als auch in Kleingruppen oder auch als Einzelunterricht umgesetzt.

 

Förderprinzipien

Sprachförderung  muss stets auch an den individuellen Erfahrungen der Kinder anknüpfen. Zentrale Bezugspunkte für die Wahl der Themen, die sprachlichen Anforderungen und die Formen der Förderung sind der Entwicklungsstand der Kinder und ihre konkrete Lebenswelt.

Sprachlernen ist immer auch soziales Lernen. Grundlage jeder Sprachförderung ist eine persönliche Beziehung. Das Interesse der Erwachsenen und der Mitschüler an den persönlichen Erfahrungen des Kindes ist der beste Anlass für echte, gewollte Kommunikation.

Sprachförderung muss frühst möglich beginnen. Eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern und Kindertagesstätten ist unabdingbar.

 

Ausblick / Aktionsplan

Durch die organisatorische Verlagerung des Vorlaufkurses, die in enger Kooperation mit den Kindertagesstätten stattfindet, ist die Verzahnung der Beteiligten am Spracherwerbsprozess der Kinder deutlich besser umzusetzen.Auf diese Weise werden Maßnahmen der vorschulischen Sprachförderung und die den Schulanfang vorbereitenden Vorlaufkurse besser verzahnt und es kann die freiwillige Teilnahme erhöht werden. Bei Bedarf lassen sich „Runde Tische“ in der Kita schnell und unkompliziert organisieren.
Die Förderplanarbeit kann nun schon vor der Einschulung beginnen und mit der Einschulung nahtlos fortgesetzt werden.

 

Aufgabe:

Verantwortlich:

Zeitraum:

 

 

 

Inventarliste (Fördermaterial) erstellen

Fachbereich –Förder

Frau Pirron

2.Halbjahr

Schuljahr 10/11

Fortbildung

Kollgium

Schulleiterin

Frau Michel-Sturm

2.Halbjahr

Schuljahr 10/11

Elterngesprächskreis

mit Migrationsassistentinnen

Schulleiterin

Frau Michel-Sturm

Caritas

Schuljahr 11/12

Jahres-Evaluation

Steuerungsgruppe

Beginn

Schuljahr 11/12

Jahres-Evaluation

Gesamtkonferenz

04.05.2011

Erhöhung der DAZ-Stunden

Schulamt

Zum Schuljahr

2011/2012

Schulcurriculum

Bildungsstandards

In den Bereichen Hören, Sprechen, lesen und Schreiben

Fachkonferenz

Gesamtkonferenz

Schuljahr 11/12